MENU

Neues
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005


Was ist die
Haltestelle Woodstock?


Woodstock 2009

Woodstock 2008

Woodstock 2007

Woodstock 2006


Woodstock 2005

Festival Regeln

Haltestelle History

Rock Bez Granic
Bandcontest


WOSP Stiftung

Peace Patrol

Presse

Links

Forum

Impressum

27.08.07
Das war die 13. Haltestelle Woodstock

Die 13. Haltestelle Woodstock ist vorbei. Europas größtes, nicht-kommerzielles Rockfestival erlebte auch einen echten Besucheransturm. Nach Veranstalterangaben strömten mehr als 300.000 Musikfans auf den ehemaligen Armeeübungsplatz am nordöstlichen Stadtrand von Kostrzyn.

Auch viele Menschen aus der Region kamen zur bereits 4. Auflage des Festivals in Seelows Partnerstadt. Zu den Stammgästen zählt auch Mario Eska aus Neuhardenberg. "Fantastische Stimmung und Atmosphäre" schwärmt der Rockmusikfan.

Für den 16jährigen Neuhardenberger André war der Festivalbesuch eine Premiere. "Die sind alle sehr nett, ich habe keinen getroffen, der irgendwie Streit suchte, im Gegenteil, alle waren sehr offen und happy, als sie merkten, dass mein Kumpel und ich aus Deutschland kommen." So wie er erlebten es auch Anika und Kathrin aus Lebus. Ihre Eltern erlaubten erstmals den Besuch des Festivals. Die Teenager sind stolz, dass sie mit ihren 15 Jahren erstmalig hier dabei sein konnten. In regelmäßigen Abständen senden wir unseren Eltern SMS, so dass sie ganz beruhigt sein können, dass es uns gut geht, erzählt Kathrin.

Wie die Märkisch-Oderländer nutzten unzählige Festivalbesucher auch das Informationsangebot im Zelt des Kinder- und Jugendzentrum FRIZZ und OBOA. Es stand auf dem Hügel des Festivalgeländes, im "Dorf der schönen Künste". Hier gab es zum Beispiel Tipps, wie man sich am besten auf dem Gelände orientieren kann, wie man verlorene Gegenstände im Fundbüro zurückbekommt oder schlichtweg, wie man das deutsche Handynetz in seinem Mobiltelefon einstellt.

Vor allem waren es aber die vielen Mitmachangebote, die die Leute oft mehr als eine Stunde im Zelt hielten. Jens Lawrenz, Leiter des Jugendzentrum FRIZZ in Seelow, sein Verein ist deutscher Partner der veranstaltenden Stiftung WOSP aus Warschau, zeigte sich zum Finale hoch zufrieden. "Unser Gefühl sagt uns, es fanden wieder sehr viele junge Leute aus Brandenburg, Berlin und darüber hinaus, zum Teil auch älteren Semesters, den Weg hierher nach Kostrzyn. In unserem Info- und Aktionszelt waren wir auf dem Festival Ansprechpartner, führten aber auch mit unseren Freunden vom Kostrzyner Kulturzentrum Kunstworkshops durch, hörten Musik und boten auch Platz, um sich einfach mal auszuruhen. Dutzende Meter weißer Stoff wurden hier mit Kunstwerken gegen Krieg, Gewalt, Globalisierung und Extremismus gestaltet. "Mit Musik und Filmschnippseln sorgten Marco "Knaipa" Riemer, Sebastian Homer mit ihrem Team vom Break Tribe Musik e.V. aus Gusow mit für ein über weite Strecken prall gefülltes Festzelt und machten auf das am kommenden Wochenende im Fort Gorgast stattfindende Oderbruch-Open-Air-Festival (OBOA) neugierig. Mit eigens in Polnisch gedruckten Flyern warben sie bei den Festivalgästen in Kostrzyn dafür. Damit gestalteten die Ostbrandenburger einen wichtigen Festival-Farbtupfer zum zweiten Mal mit. Neben Kunst aus Holz- und Malaktionen sorgten die Gitarren- und Gesangskurse mit Polens Gitarren-King Zbyszek Holdys für Riesenandrang.

Das Seelower Team der Kindervereinigung sorgte aber auch mit Malgorzata Ebert und Kamila Konsik dafür, dass die Sprachprobleme nicht zu Kommunikationspannen führten, was beide auch bravourös meisterten. Aber es waren auch andere Vereine aus dem Oderland zu Gast auf der Haltestelle Woodstock. Dazu zählten unter anderem die Eurodesk-Infostelle vom Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit (JuSeV) aus Fürstenwalde, aber auch Polizisten des Schutzbereiches Märkisch-Oderland, die von ihren Kostrzyner Kollegen eingeladen wurden. Neben Buttons mit der Aufschrift " I LOVE POLIZEI BRANDENBURG", die natürlich (nur) bei den polnischen Gästen großen Anklang fanden, gaben die deutschen "Blauröcke" ihren Landsleuten wichtige Orientierungstipps auf dem Festivalgelände und halfen auch, als ein junger Mann seinen Personalausweis verloren hatte.

Highlight waren sicher die mehr als 60 Auftritte von Bands aus Polen, Europa und Amerika. 130.000 Fans rockten allein Freitagnacht unter anderem zur Musik von Smoke Blow aus Kiel und Type o Negative aus den USA. Das Programm auf der Hauptbühne, sie ist eine der größten in ganz Europa, sie wiegt 50 Tonnen, ist 60 m lang, 15 m breit und 20 m hoch, lieferte nicht nur Hörgenuss pur sondern war ein echter Hingucker. Die Konzertbeleuchtung, deren 800 Lichtpunkte wiegen mehr als 25 Tonnen, aber auch die kleinen Kunstwerke, die zumeist auf die Ortschaften deuten, aus denen die Besucher kommen, sorgten für ein farbenfrohes Bild. Die zwei Mal 150.000 Watt Beschallungsanlage sorgte für eine phantastische Konzertakustik.

Aber auch auf den beiden anderen Bühnen hatte Veranstalter Jurek Owsiak mit seinem Team Bands auftreten lassen, die mit Folk, Techno und alternativer Musik dafür sorgten, dass jedermann etwas erleben konnte.

Das letzlich das Festivalmotto "Liebe, Freundschaft, Musik - keine Gewalt und Stopp die Drogen" aufging, daran hatten nicht zuletzt die Sanitäter und Ärzte der DLRG und vom DRK aus Frankfurt (Oder), aber auch die Feuerwehrleute aus der Oderstadt und Berlin, großen Anteil. Sie sorgten mit 1.200 weiteren ehrenamtlichen Helfern für Sicherheit und Hilfe. Ihnen gebührte heut Nacht der tosende Beifall der mehr als 300.000 Festivalgäste, die damit deren Engagement Respekt und Anerkennung zollten.

Uwe Hädicke



Bilder Galerie:

Teil 1: Klick!
Teil 2: Klick!

Zurück

Deutsche Umsetzung der Webside: Kindervereinigung e.V. Seelow
Copyright © 2002 Wielka Orkiestra ¦wi±tecznej Pomocy
Wszelkie prawa zastrzezone. All rights reserved.