29.07.05
Pressekonferenz in Potsdam
Von Jurek Owsiak
Am Mittwoch den 27. Juli haben wir uns im Regierungssitz von Brandenburg in Potsdam getroffen. Das Treffen hatte einen offiziellen Charakter und wir wurden durch den Brandenburger Minister für Bildung, Jugend und Sport, Holger Rupprecht, der die Schirmherrschaft über alle Aktivitäten der deutschen Seite im Umfeld der Haltestelle Woodstock übernommen hat. Das war sehr förmlich, aber auch für die Stiftung ein sehr wichtiges Treffen. Die deutsche Seite nimmt unser Festival sehr ernst. Es hat, ihrer Meinung nach, eine enorme Bedeutung für das Überschreiten aller Barrieren, die immer noch die Polen und die Deutschen voneinander trennen. Politik, Gesetze, Verfügungen haben die Aufgabe, diese Sachen im Voraus zu regeln, aber Leben schreibt meistens ein eigenes Drehbuch. Obwohl Europa heute keine Grenzen mehr hat und den Namen Europäische Union trägt, sind die Grenzen im Kopf zwischen den Deutschen und den Polen immer noch sehr deutlich.
Bei unserem Treffen haben alle einstimmig festgestellt, dass die Völkerverständigung am bestem bei allen gemeinsamen Aktionen klappt, von den Treffen im kleineren Kreis bis zum großen Woodstock-Konzert, das der ideale Platz für die Annäherung von Menschen mit verschiedenen Lebensstilen, Philosophien und was Wichtigsten ist, mit verschiedenen Nationalitäten ist. Das ist ein Grund dafür, warum die Organisatoren des Treffens mit großem Interesse unseren Erzählungen und Berichten zugehört haben Am Ende haben wir uns gemeinsam einen kurzen Film über die Stiftung und die Haltestelle Woodstock angesehen und aus den gestellten Fragen wurde offensichtlich, dass wir einerseits ihr Interesse und ihre Bewunderung geweckt haben, andererseits kam uns zu Bewusstsein, dass die anwesenden Politiker und Journalisten sehr wenig über Polen und soziale Bewegungen wie unsere Stiftung und solche Aktionen wie die Haltestelle Woodstock wissen. Wir hatten auch die Gelegenheit uns zu bedanken, und damit die Tätigkeit der deutschen Informationspunkte mit dem Zentrum in Seelow zu würdigen, die zur Zeit Zehntausende vor allem deutsche Jugendliche durch ihre Internetseite sehr aktiv über Woodstock informiert haben.
Wir glauben, dass sogar Zehntausende Deutsche in diesem Jahr nach Kostrzyn kommen werden.
Das Treffen in Potsdam war deshalb auch wichtig, weil wir die Möglichkeit hatten, die deutschen Einrichtungen mit der Tätigkeit der polnischen Institutionen zu vergleichen. So z.B. als wir uns um eine finanzielle Unterstützung der Ausgaben bzgl. der Haltestelle Woodstock (zirka 50.000 Euro) auf polnischer Seite bemüht haben, scheiterte das Projekt mit einer sehr negativen Beurteilung durch die Kommission Euroregion pro Europa Viadrina in Gorzow Wielkopolski. Sie haben nämlich keine Faktoren der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Umfeld des Festivals gesehen. Schade, wir hätten von dem Geld zumindest die Toiletten bezahlen oder neue Kräne einrichten lassen können.
Während unseres Treffens wurde uns auch vorgeschlagen, mit unserem außerordentlichen Projekt an einem ganz anderen Platz neu zu beginnen und auch um ganz andere finanzielle Unterstützung zu werben.
Die Sonne steht heute schon ziemlich tief und wir fahren gleich auf das Feld, uns ihren Untergang anzusehen und mit der Kamera festzuhalten. Und es wird ein bisschen sein wie in Zary,....... von der Bühnenseite aus gesehen, könnt ihr die phantastische untergehende Sonne sehen ......Ihr wisst gar nicht ,wie ich auf Euch warte! Inzwischen genieße ich jede Minute des Tages an diesem Platz.
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