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12. Haltestelle Woodstock beendet
Nachwort von Jurek Owsiak
Die 12. Haltestelle Woodstock war nicht nur organisatorisch, sondern auch wegen des neuen Projektes "Dorf der schönen Künste" sehr gelungen. Das Dorf funktionierte, da die jungen Leute bewiesen haben, dass sie sich für viele verschiedene Themen interessieren und dass sie danach in Ruhe über diesen Sachen diskutieren können.
Haltestelle Woodstock ist auch ein Treffen mit Nichtregierungsorganisationen. Ihre Themen waren u.a. die Rechte politisch Gefangener, Ökologie und Umweltschutz und der Kampf gegen Rechtsextremismus. Die Aktionen der NGO´s haben sich nicht zu leeren Worten begrenzt: in der Hitze, die auf dem Festivalgelände herrschte, haben sich spontan Fußballmannschaften gebildet und unter der Losung "Rassismus aus den Stadien rauskicken" Fußball gespielt.

Eine einzigartige Atmosphäre herrschte auch auf der Folkbühne, wo das Publikum wie jedes Jahr mit Folkrhythmen unterhalten wurde. Über das alles gab es unsere hervorragende Hauptbühne, die in diesem Jahr wunderschön beleuchtet wurde. Die Laute, die von der Bühne zu hören waren, waren sehr unterschiedlich und haben die Zuhörer manchmal überrascht. Man kann darüber diskutieren, ob Star zu sein nur der Verkauf von tausenden CDs und Anwesenheit in den Medien bedeutet.Wir hatten auch ein paar Namen, die auf vielen anderen großen Festivals spielen. Sind Babylon Circus, Baobab, The Krays oder Black Summer Crush keine Stars? Die Kunst besteht darin, ein buntes und unwiederholbares Festival ohne großen Namen zu veranstalten und bewirken, dass einige hundert Menschen sich zwei Tage lang wunderbar amüsieren. Die Atmosphäre, die auf dem Festivalgelände herrscht ist locker, aber nur scheinbar locker, da die Leute sich an Festivalregeln halten und damit den Veranstaltern helfen. Trotz der zwei traurigen Todesfälle, auf die wir keinen Einfluss hatten, und die ich herzlig bedauere, hielt ich die 12. Haltestelle Woodstock für wirklich sicher. Die Besucher hatten das Gefühl, dass sich jemand um sie kümmert und dass sie immer mit Hilfe rechnen konnten.
Auch die Stadt Kostrzyn hat wieder gezeigt, dass die Besucherfreundlich zu allen Gästen ist. Wir hoffen, dass wir uns auch im nächsten Jahr in ähnlicher Atmosphäre in Kostrzyn wiedertreffen.

Für mich persönlich hat das 12. Woodstock bewiesen, dass unser Stiftungsteam imstande ist, so ein riesiges Festival, das höchste Standards erfüllt, zu organisieren.
Wir haben alles vorbereitet: es gab Radio-, Fernseh- und Internet-Live-Übertragungen. Fast 200 Journalisten aus Polen, Deutschland und ganz Europa haben sich akkreditiert. Wir warten jetzt darauf, was sie von unserem Festival an die Zuschauer und Leser weitervermitteln.
Ich bin müde nach Hause zurückgekehrt aber gleichzeitig sehr zufrieden, dass ich mit dem Publikum sprechen, die Musik persönlich erleben, die Künstler umarmen und hören könnte, dass sie darauf stolz sind, das sie auf der Haltestelle Woodstock spielen konnten.

Die Journalisten stellen uns oft ein und dieselbe Frage: wie viele Leute sind in diesem Jahr zur Haltestelle Woodstock gekommen. Es ist schwierig die genaue Zahl der Besucher zu ermitteln und das aus einem Hauptgrund: das Festival ist kostenlos, es gibt keine Tickets, keine Zäune und keine Eingangstore. Wir schätzen mit Hilfe von Bildern die wir vom Hubschrauber gemacht haben, das uns so wie in letzten Jahren einige hunderttausend Leute besucht haben. Die meisten haben gezeltet, viele sind nur für ein Festivaltag gekommen, um Musik und Atmosphäre zu genießen. Das freut uns sehr, da es bedeutet, dass die Haltestelle Woodstock sich Prestige erfreut und für junge Leute wichtig ist.
Dank an alle, es war einfach schön.
Jurek Owsiak


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